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Deep Purple / Live In Europa 1993 / Schleyer Halle / At The Nec
März 3, 2026 CD-Rezension, Rezension Hinterlasse einen Kommentar
15 views - verfasst von
a.staeuble
Von den Hard Rock Legende Deep Purple gibt es inzwischen unzählige Live Alben! Als nicht Fan ist eigentlich nur ihr Machwerk Live In Japan aus dem Jahr 1972 zwingend. Wenn man noch spätere Live Einblicke sein Eigen nennen will, kommt es darauf an, welche Besetzung man bevorzugt. Ich empfehle die Box Live 1993, weil da 2 Konzerte an verschiedenen Orten in Europa in einer adretten CD Box zusammen gefasst sind – beide aus dem Jahr 1993. Die grossartigen Konzerte sind in der „Mkll“ Originalbesetzung eingespielt worden und können klangtechnisch bestens überzeugen. Der Sound drückt so richtig aus den Boxen. Das Zusammenspiel ist grossartig. Spannend auch, weil die Alben Perfect Strangers, House Of Blue Light und The Battles Rages On abgebildet werden. Und ja, es sind wenn ich mich nicht irre, so ziemlich die letzten Konzerte von und mit Ritchie Blackmore! An der Gitarre ein Genie, menschlich ein…….! Kenner wissen sicher, was ich da meine. Bei den zwei vollständigen Konzerte ist auf jeden Fall die Schleyerhalle in Stuttgart zu bevorzugen, obwohl natürlich auch das Birmingham-Konzert nicht zu verachten ist. Das Konzert in England gibt es im übrigen auch im Format DVD und da sind ernsthafte Spannungen schon augenfällig auszumachen! Blackmore➡️Gillan!
Musikalische Highlights bei diesen Konzerten gibt es einige! Perfect Strangers, Knocking At Your Back Door, Anyone‘s Daughter, Anya, The Battels Rage On, A Twist In The Tale und natürlich die üblichen Verdächtigen. Wenn er will der Ritchie Blackmore, dann ist er natürlich eine ganz grosse Nummer. Als Beispiel sei mal der Track Anya genannt. Bei diesem mystischen Song zaubert er auf seiner weissen Fender unglaublich schöne Gitarrenlinien – magisch! Ein wirklich genialer Song. Wenn er nicht will, kann es schon mal vorkommen, dass er auf der Bühne lieber seine Abneigung gegenüber Ian Gillan offen zeigt, als Smoke On The Water anständig zu spielen. Ja, er ist eben ein sonderbarer Zeitgenosse. Diese tollen Live Auftritte sind in der Besetzung Roger Glover (b), Ritchie Blackmore (g), Jon Lord (k), Ian Gillan (v) und Ian Paice (d) eingespielt worden. Für die meisten und auch für mich die beste Besetzung von Deep Purple. Hat schon etwas magisches, wenn die Herren störfrei ihre individuelle Klasse zum Besten geben! Verteilt auf die 2 Konzerte verteilen sich die Songs wie folgt:
CD Schleyerhalle Stuttgart, 16.10.93
Disc 1: Highway Star, Black Night, Talk About Love, A Twist In The Tale, The Mule, Beethoven‘s Ninth, Knocking At Your Back Door, Anyone‘s Dsughter, Child In Time, Anya, Disc: 2, The Battle Rages On, Lazy, In The Hall Of The Mountain King, Space Truckin‘, Woman From Tokyo, Paint It Black, Speed King, Hush, Smoke On The Water
CD Nec Birmingham, 9.11.93
Disc: 3 Highway Star, Black Night, Talk About Love, A Twist In The Tale, Prefect Strangers, Beethoven: John’s Keyboard Solo, Knocking At Your Back Door, Anyone’s Daughter, Disc 4: Child In Time, Anya, The Battle Rages On, Lazy, Drum Solo, Space Truckin‘, Woman From Tokyo, Paint It Black, Hush, Smoke On The Water
Eigentlich traurig, dass nach 1993 die Band nie mehr in dieser Besetzung existierte. Bekanntlich entfernte sich Ritchie Blackmore immer mehr der Rockmusik. Sein neues Betätigungsfeld ist bis heute eine folkloristische, mittelalterliche Musik mit Renaissance-Einflüssen! Schön, wer da Gefallen daran findet, ich finde es „gruselig“, wenn man dann noch die Verkleidungen auf der Bühne sieht…! Deep Purple verkraftete den Abgang ihres Gitarristen und macht bis heute im überschaubaren Zeitfenster Alben. Mal schlechtere, mal bessere! Ihr letzter Tonträger aus dem Jahr 2024 war grossartig! Der neue Gitarrist Simon McBridge (Ersatz für Steve Morse 1994-2022) ist eine ausgezeichnete Wahl. Er bringt wieder mehr das Element Hard Rock in das Gesamtpaket Deep Purple – gut so!
Album: Live In Europa 1993 Stuttgart/Birmingham
Music Expert:*****
Bevorzugtes Konzert: Schleyerhalle Stuttgart

Hard Rock